Forum Logo 510 x 65.png
#1

Lektion 08 - So zieht der König

in Lektion 08 - So zieht der König 13.06.2013 11:18
von Emanuel | 54 Beiträge | 453 Punkte

Der König

Der König ist die langsamste Figur - 1 Feld pro Zug -, jedoch darf er sich in alle Richtungen bewegen.



Bei Beginn einer Partie, also in der Eröffnung, benötigt der König Schutz von seinen Bauern und Figuren.
Im Mittelspiel, also nach der Eröffnung, wartet er meist ab um sich nicht der Gefahr eines Angriffs auszusetzen.
Im Endspiel hingegen ist er eine dominante Figur, speziell wenn die Damen bereits getauscht sind.

• Der König kann horizontal, vertikal oder diagonal auf das unmittelbar angrenzende Feld ziehen. Die beiden Könige können nie direkt nebeneinander stehen, da sie einander bedrohen würden und ein König nicht auf ein bedrohtes Feld ziehen darf.

• Bei der Rochade werden mit König und Turm nicht nur zwei Figuren in einem Zug bewegt, es ist auch der einzige Zug, bei dem der König zwei Felder ziehen darf. Beide stehen noch in ihrer Ausgangsposition und dürfen im bisherigen Spielverlauf noch nie bewegt worden sein. Es dürfen auch keine anderen Figuren zwischen König und Turm stehen. Der König zieht zwei Felder in Richtung des Turms, und dieser springt auf das Feld, das der König eben überquert hat. Die Rochade ist außerdem nicht möglich, wenn der König bedroht ist oder beim Rochieren über ein bedrohtes Feld hinweg ziehen würde. Für detaillierte Erläuterungen siehe: Rochade.

Der König ist beim Schachspiel die wichtigste Figur, da es Ziel des Spiels ist, den gegnerischen König Matt zu setzen, was die Partie sofort beendet. Matt setzen heißt, den gegnerischen König mit einer (oder mehreren) Figur(en) zu bedrohen, ohne dass die Bedrohung im anschließenden Halbzug abgewehrt werden kann, was durch Wegziehen des Königs auf ein unbedrohtes Feld, Schlagen der angreifenden Figur oder Dazwischenziehen einer Figur geschehen kann. Es ist ein charakteristisches Merkmal des Schachspiels, dass der König selbst nicht geschlagen wird, sondern die Partie einen Zug, bevor dies unabwendbar geschehen würde, endet. Diese Besonderheit wird gelegentlich mit der Unantastbarkeit der königlichen Würde im Entstehungskontext des Spiels begründet. Als besondere Geste, dass man verloren hat oder aufgibt, kann man den eigenen König auf dem Schachbrett umkippen oder umlegen.

In der Eröffnung ist es in der Regel sinnvoll, den König durch eine baldige Rochade in Sicherheit zu bringen. Die Bauern der Rochadestellung sollen möglichst nicht gezogen werden. Auch im Mittelspiel ist eine sichere Position des Königs, wo er vor gegnerischen Angriffen geschützt ist, von Bedeutung. Im Endspiel kann der König eine große Wirkung entfalten. Im Gegensatz zu Eröffnung und Mittelspiel kommt dem König nicht selten eine aktive und spielentscheidende Rolle zu. Dazu ist es oftmals notwendig, den König zentral zu platzieren. Besonders in einem Bauernendspiel ist die Position des Königs entscheidend. Dabei ist das Erreichen der Opposition beider Könige oft spielentscheidend.


»You can only get good at chess if you love the game.« -Robert James Fischer


zuletzt bearbeitet 01.07.2013 18:59 | nach oben springen

Schachforum64 © 2013 | Die Nutzung des Webboards zu gewerblichen Zwecken ohne ausdrückliche Genehmigung ist untersagt.
Besucher
0 Mitglieder und 21 Gäste sind Online:

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: sunulleffaq
Besucherzähler
Heute waren 715 (gestern 1670) Gäste und 8 (gestern 12) Mitglieder online

Forum Statistiken
Das Forum hat 7130 Themen und 21354 Beiträge.

Heute waren 8 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 91 Benutzer (25.12.2017 13:48).

Xobor Ein Kostenloses Forum von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen